Geblitzt auf der A3, km 135,5, Fahrtrichtung Würzburg, bei der Anschlussstelle Geiselwind: Bußgeld und Punkte vermeiden!

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Zwischen den Anschlussstellen Schlüsselfeld und Geiselwind, auf der A 3 in Fahrtrichtung Würzburg, befindet sich bei Kilometer 135,5 eine stationäre Geschwindigkeitsmessstelle, die es in sich hat. Der Abschnitt verläuft in einer sanften Linkskurve mit wechselnder Fahrbahnbreite und eingeschränkter Sicht durch Lärmschutzanlagen und Vegetation. Hier gilt ein Tempolimit von 120 km/h – oft unerwartet, da zuvor freie Fahrt herrscht. Viele Fahrer beschleunigen nach dem Auffahren von der nahen Anschlussstelle oder lassen das Fahrzeug auf der leicht abschüssigen Strecke rollen. Die Messanlage ist dezent positioniert: rechtsseitig, gut getarnt hinter einem leichten Wall, eingebettet in das Straßenbegleitgrün. Hinzu kommt, dass sich die Fahrbahn durch Bauweise und Straßenführung optisch verbreitert – ein psychologischer Effekt, der die Geschwindigkeitserwartung unbewusst nach oben korrigiert. Wer hier geblitzt wird, hat meist keinen Hinweis auf die Kontrolle wahrgenommen. Der Standort bei Geiselwind zählt damit zu den typischen „Überraschungsmessstellen“ mit hoher Erfassungsquote.

Technik mit Schwächen: Was an der A 3 schieflaufen kann

Zum Einsatz kommt an dieser Stelle regelmäßig das PoliScan Speed-System, ein stationäres Lasermessgerät, das per LIDAR-Technologie arbeitet. Dabei werden Fahrzeuge durch Laserimpulse erfasst, Geschwindigkeit und Fahrtrichtung errechnet und automatisiert dokumentiert. Das System ist für seinen simultanen Mehrspur-Betrieb bekannt – es kann mehrere Fahrzeuge gleichzeitig erfassen. Doch in der Praxis kommt es genau hier zu Problemen.

Eine der häufigsten Fehlerquellen ist die fehlerhafte Spurzuordnung. Gerade in Kurvenlagen – wie bei Geiselwind – besteht das Risiko, dass Reflexionen vom Nachbarfahrzeug oder von Fahrbahnmarkierungen die Zuordnung erschweren. Wenn mehrere Fahrzeuge gleichzeitig oder versetzt nebeneinander fahren, kann das Gerät nicht immer zweifelsfrei bestimmen, welches Fahrzeug tatsächlich die gemessene Geschwindigkeit aufwies. Kommt noch Gegenverkehr auf der linken Spur hinzu oder wechseln Fahrzeuge abrupt die Spur, wird die Messsituation zusätzlich komplex.

Auch die richtige Ausrichtung des Geräts ist entscheidend. Schon minimale Abweichungen vom vorgeschriebenen Winkel führen zu abweichenden Messwerten. Bei einer stationären Anlage, die dauerhaft installiert ist, ist die Gefahr groß, dass durch Setzungen im Untergrund oder mangelnde Wartung diese feinen Justierungen verloren gehen. Ebenso kritisch ist die Frage nach der Eichung und der eingesetzten Software: Sind diese nicht aktuell, fehlerhaft dokumentiert oder entspricht die eingesetzte Software nicht den Vorschriften der PTB, ist die Messung juristisch angreifbar.

Darüber hinaus fehlt bei vielen Messungen die vollständige Speicherung der Rohdaten. Das bedeutet: Weder Anwälte noch Sachverständige können den Messvorgang lückenlos nachvollziehen. Für Betroffene ist das besonders problematisch, denn ohne diese Daten lässt sich nicht prüfen, ob die Messung korrekt verlaufen ist – was in gerichtlichen Auseinandersetzungen regelmäßig zu Gunsten der Betroffenen gewertet wird. In Summe zeigt sich: Auch moderne Lasermesssysteme sind nicht unfehlbar. Wer an dieser Stelle geblitzt wurde, sollte den Vorwurf keinesfalls ungeprüft hinnehmen.

Erfahrung und Sachverstand: Dr. Maik Bunzel prüft Ihre Messung

Dr. Maik Bunzel, Fachanwalt für Verkehrsrecht und Strafrecht, hat sich auf die Überprüfung technischer Verkehrsüberwachung spezialisiert. Sein besonderes Augenmerk gilt Messstellen wie jener bei Geiselwind – auf Autobahnabschnitten mit hoher Verkehrsdichte und komplexer Verkehrssituation. Dr. Bunzel weiß: Gerade bei solchen Anlagen häufen sich fehlerhafte Messungen.

In enger Zusammenarbeit mit anerkannten Sachverständigen analysiert Dr. Bunzel alle verfügbaren Unterlagen – von der Geräteaufstellung über die Eichnachweise bis zur konkreten Messauswertung. Dabei geht es nicht nur um offensichtliche Mängel, sondern auch um juristisch relevante Feinheiten: etwa die Frage, ob das Gerät überhaupt geeignet war, die konkrete Situation zu messen, ob der Messbereich korrekt definiert wurde oder ob externe Einflüsse wie Blendung oder Schattenwurf das Ergebnis verfälscht haben könnten.

Sein Ziel: die Verteidigung seiner Mandanten durch technische Präzision und rechtliche Detailarbeit. In zahlreichen Verfahren konnte Dr. Bunzel erreichen, dass Bußgelder aufgehoben oder Fahrverbote abgewendet wurden – oft auf Grundlage formaler Fehler oder technischer Unschärfen. Die Kosten für diese Verteidigung, inklusive der Expertise durch Sachverständige, trägt in der Regel die Rechtsschutzversicherung – was für den Mandanten bedeutet: keine finanziellen Risiken, aber realistische Chancen auf Erfolg.

Ihr Einspruch kann sich lohnen – handeln Sie jetzt

Wurden Sie an der Messstelle bei Kilometer 135,5 der A 3, Fahrtrichtung Würzburg, nahe Geiselwind, geblitzt? Dann lassen Sie Ihre Messung juristisch prüfen, bevor Sie zahlen. Dr. Maik Bunzel unterstützt Sie kompetent und diskret. Nutzen Sie das Kontaktformular auf anwalt.de und holen Sie sich eine fundierte Einschätzung Ihres Falls – denn Messfehler kosten oft mehr, als man denkt.

Foto(s): Maik Bunzel

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